Lawinenlagebericht Oberösterreich

Freitag, 22.2., 0.00 Uhr

Neuschnee und Wind bilden störanfälligen Triebschnee - erhebliche Schneebrettgefahr!

 

Gefahrenbeurteilung

Die Lawinengefahr wird über der Waldgrenze als erheblich eingestuft. Durch Neuschnee und starken bis teils stürmischen Wind um Nordwest bildet sich hier frischer Triebschnee, der mit der Altschneedecke nur schlecht bindet. Die Anzahl und der Umfang der Gefahrenstellen nehmen im Tagesverlauf und mit der Höhe zu. Eine Auslösung von Schneebrettlawinen ist bereits durch geringe Zusatzbelastung möglich. Zudem sind Hänge mit Rissen in der Schneedecke zu meiden. Hier können sich auf steilen vergrasten Hängen spontane Gleitschneelawinen jederzeit lösen. In den tiefen Lagen sind aus steilen nicht entladenen Bereichen auf Grund des Gewichteintrages durch den Regen spontane Nassschneelawinen zu beachten.

Schneedeckenaufbau

Durch den erwarteten Neuschnee, der in der Nacht auf Freitag einsetzt, und starken bis stürmischen Wind um Nordwest entsteht frischer Triebschnee, der mit der Altschneedecke nicht ausreichend bindet und daher störanfällig ist. Die Altschneeoberfläche ist je nach Höhenlage und Exposition unterschiedlich ausgeprägt. Von hart und tragfähig, über hochlegen und schattseitig auch locker bis feucht und pappig. Das Schneedeckenfundament ist sehr gut gesetzt, kompakt und stabil. Tiefgelegen ist es auch schon durchfeuchtet.

Tendenz

Die erhebliche Schneebrettgefahr ist weiterhin zu beachten.