Warnstufe für Bregenzerwaldgebirge:

2

Warnstufe für Allgäuer Alpen / Hochtannberg:

2

Warnstufe für Lechquellengebirge / Arlberg / Lechtaler Alpen:

Ab 2600 m: 3

Ansonsten: 2

Warnstufe für Verwall:

Ab 2600 m: 3

Ansonsten: 2

Warnstufe für Rätikon:

2

Warnstufe für Silvretta:

Ab 2600 m: 3

Ansonsten: 2

  • gering
  • mäßig
  • erheblich
  • groß
  • sehr groß

Für die einzelnen Regionen können besonders kritische Geländeteile grafisch ausgezeichnet werden:

Gefahrenstellen vorwiegend in dunkel markierten Hangrichtungen
>2100m

Die dunkel eingefärbten Hangrichtungen gelten als besonders kritisch. Das linke Beispiel bedeutet folgendes: „Die Gefahrenstellen befinden sich vor allem an den Expositionen West über Nordwest, Nord, Nordost bis Ost oberhalb von etwa 2.100 Metern“.

Wird bei den besonders kritischen Höhenlagen die obere Grenze angegeben, so ist der obere Bereich des Bergsymboles dunkel eingefärbt (typisch bei trockenen Lawinen). Wird die untere Grenze angegeben, so ist der untere Bereich des Bergsymboles dunkel eingefärbt (typisch bei nassen Lawinen). Wird keine Höhenangabe gemacht, so gelten die kritischen Geländeteile für die ganze Höhe, das ganze Bergsymbol ist dunkel eingefärbt.

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Lawinenlagebericht Vorarlberg

Sonntag, 23. 04. 07.30 Uhr

Triebschnee in schattseitigen Steilhängen beachten; im Tagesverlauf - Anstieg der Gefahr von Nass- und Gleitschneerutschen

 

Gefahrenbeurteilung

Es besteht in höheren Lagen meist mäßige Lawinengefahr. Gefahrenstellen für trockene Schneebrettlawinen finden sich noch in schattseitigen Steilhängen oberhalb etwa 2600m. In diesen Bereichen ist die Situation noch etwas kritischer, einzelne Wintersportler können hier noch Lawinen auslösen. Die in den Nordstaulagen entstandenen frischen Triebschneeansammlungen sind meist nur klein, jedoch leicht auslösbar. Mit der tageszeitlichen Erwärmung und Sonneneinstrahlung ist die Gefahr von Gleit- und Nassschneelawinen, vor allem an steilen Ost-, Süd- und Westhängen unterhalb von rund 2800m zu beachten. Wenn Lawinen bis in Basisschichten durchbrechen, können sie auch größere Ausmaße annehmen. Touren sollten rechtzeitig beendet werden.

Schneedeckenaufbau

Der Samstag war sehr sonnig, die Temperatur in 2000m lag bei 7 Grad. Der Wind wehte nur noch leicht bis mäßig. Die Neuschneedecke konnte sich, vor allem an sonnseitigen Expositionen, weiter setzen und verfestigen. Die darunter liegende Altschneedecke ist bis in hohe Lagen, schattseitig bis ca. 2400 m und sonnseitig bis gegen 2800 m hinauf stark durchfeuchtet. In sehr steilen Hängen von W-N-NE sind im Hochgebirge teilweise noch ungünstige Basisschichten vom Winterbeginn vorhanden. In der Nacht brachte eine Kaltfront in den Nordstaulagen ca. 5 cm Neuschnee, der NW-Wind blies mäßig bis kräftig.

Tendenz

Am Montag Hochdruckeinfluss, am Dienstag mild und lebhafter Föhn. Die Lawinengefahr wird sich nicht wesentlich ändern. Herbert Knünz

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Quelle: Lawinenwarndienst VorarlbergNutzungshinweis