Warnstufe für Bregenzerwaldgebirge:

Ab 2000 m: 3

Ansonsten: 2

Warnstufe für Allgäuer Alpen / Hochtannberg:

Ab 2000 m: 3

Ansonsten: 2

Warnstufe für Lechquellengebirge / Arlberg / Lechtaler Alpen:

Ab 2000 m: 3

Ansonsten: 2

Warnstufe für Verwall:

Ab 2000 m: 3

Ansonsten: 2

Warnstufe für Rätkon:

Ab 2000 m: 3

Ansonsten: 2

Warnstufe für Silvretta:

Ab 2000 m: 3

Ansonsten: 2

  • gering
  • mäßig
  • erheblich
  • groß
  • sehr groß

Für die einzelnen Regionen können besonders kritische Geländeteile grafisch ausgezeichnet werden:

Gefahrenstellen vorwiegend in dunkel markierten Hangrichtungen
>2100m

Die dunkel eingefärbten Hangrichtungen gelten als besonders kritisch. Das linke Beispiel bedeutet folgendes: „Die Gefahrenstellen befinden sich vor allem an den Expositionen West über Nordwest, Nord, Nordost bis Ost oberhalb von etwa 2.100 Metern“.

Wird bei den besonders kritischen Höhenlagen die obere Grenze angegeben, so ist der obere Bereich des Bergsymboles dunkel eingefärbt (typisch bei trockenen Lawinen). Wird die untere Grenze angegeben, so ist der untere Bereich des Bergsymboles dunkel eingefärbt (typisch bei nassen Lawinen). Wird keine Höhenangabe gemacht, so gelten die kritischen Geländeteile für die ganze Höhe, das ganze Bergsymbol ist dunkel eingefärbt.

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Lawinenlagebericht Vorarlberg

Dienstag, 21. 02. 07.30 Uhr

mit Neuschnee, Regen und viel Wind im Tagesverlauf Anstieg der Lawinengefahr

 

Gefahrenbeurteilung

Vormittags besteht meist noch mäßige Lawinengefahr. Gefahrenstellen finden sich vorallem oberhalb ca. 1800 m, an windbeeinflussten Steilhängen, in Kammlagen sowie in eingewehten Rinnen und Mulden. Kleinräumig frischer und älterer Triebschnee ist dort mit zunehmender Seehöhe störanfällig. Mit den Niederschlägen steigt die Gefahr im Tagesverlauf an. In Bereichen mit Regeneinfluss wird die Schneedecke geschwächt, in höheren Lagen entstehen mit Neuschnee und starkem bis stürmischem Windeinfluss frische Triebschneeansammlungen. Solche verbinden sich vorallem in schattseitigem Gelände nur schwach bis mäßig mit dort oft noch pulvrigen Altschneeschichten und sind störanfällig. In sehr steilem, schattseitigen Gelände (W-N-NE) oberhalb ca. 2200 m sind aufgrund des ungünstigen Schneedeckenaufbaus (Altschneeproblem) vorallem im selten begangenen bzw. befahrenem Gelände vorallem an Übergängen von wenig zu mehr Schnee immer noch Lawinenauslösungen möglich. In tieferen Lagen bzw. mit Regeneinfluss sind vermehrt Nassschneelawinen und an steilen Grashängen auch wieder Gleitschneelawinen möglich.

Schneedeckenaufbau

Über Nacht sind die Temperaturen deutlich angestiegen und es setzten leichte Niederschläge ein. Erst oberhalb ca. 1600 m gab es wenige cm Neuschnee. Der jüngste Neu- und Triebschnee konnte sich vorallem an Sonnenhängen bis in höhere Lagen deutlich setzen und zunehmend mit der meist verharschten Altschneedecke verbinden. Schattseitig liegt er oft auf lockeren, pulvrigen Schichten, vielerorts aber auch auf Windharsch. Neu- und Triebschnee sind dort mit zunehmender Seehöhe nur mäßig mit der Altschneeoberfläche verbunden. In hochgelegenen, sehr steilen Schattenhängen (W-N-NE) ist das Fundament der Schneedecke oft unverändert schwach und immer noch schwierig zu beurteilen.

Tendenz

Es folgt eine milde Nacht mit noch etwas Schneefall oberhalb ca. 1400 m. Mittwoch und Donnerstag werden überwiegend sonnig und von Tag zu Tag milder. Die Lawinengefahr nimmt somit wieder ab. Nassschneelawinen sind weiterhin möglich. Andreas Pecl

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Quelle: Lawinenwarndienst VorarlbergNutzungshinweis