Warnstufe für Bregenzerwaldgebirge:

Ab 1800 m: 2

Ansonsten: 1

Warnstufe für Allgäuer Alpen / Hochtannberg:

Ab 1800 m: 2

Ansonsten: 1

Warnstufe für Lechquellengebirge / Arlberg / Lechtaler Alpen:

Ab 2200 m: 3

Ansonsten: 2

Warnstufe für Verwall:

Ab 2200 m: 3

Ansonsten: 2

Warnstufe für Rätkon:

Ab 2200 m: 3

Ansonsten: 2

Warnstufe für Silvretta:

Ab 2200 m: 3

Ansonsten: 2

  • gering
  • mäßig
  • erheblich
  • groß
  • sehr groß

Für die einzelnen Regionen können besonders kritische Geländeteile grafisch ausgezeichnet werden:

Gefahrenstellen vorwiegend in dunkel markierten Hangrichtungen
>2100m

Die dunkel eingefärbten Hangrichtungen gelten als besonders kritisch. Das linke Beispiel bedeutet folgendes: „Die Gefahrenstellen befinden sich vor allem an den Expositionen West über Nordwest, Nord, Nordost bis Ost oberhalb von etwa 2.100 Metern“.

Wird bei den besonders kritischen Höhenlagen die obere Grenze angegeben, so ist der obere Bereich des Bergsymboles dunkel eingefärbt (typisch bei trockenen Lawinen). Wird die untere Grenze angegeben, so ist der untere Bereich des Bergsymboles dunkel eingefärbt (typisch bei nassen Lawinen). Wird keine Höhenangabe gemacht, so gelten die kritischen Geländeteile für die ganze Höhe, das ganze Bergsymbol ist dunkel eingefärbt.

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Lawinenlagebericht Vorarlberg

Montag, 23. 01. 07.30 Uhr

meist geringe und mäßige in hochgelegenen, schattseitigen Steilhängen teilweise aber noch erhebliche Lawinengefahr

 

Gefahrenbeurteilung

Es besteht meist geringe und mäßige, in hochgelegenen schattseitigen Steilhängen teilweise aber auch noch erhebliche Lawinengefahr. Vorwiegend im schattseitigen Steilgelände oberhalb ca. 2200 m sind auf Grund des ungünstigen Schneedeckenaufbaus (Altschneeproblem) Brüche in tieferen Schichten möglich. Risse und Wummgeräusche sind Gefahrenzeichen. Schneebrettlawinen sind dort durchaus noch durch einzelne Wintersportler auslösbar und können auch größere Ausmaße annehmen. Die Situation erfordert Erfahrung in der Lawinenbeurteilung, vorsichtige Routenwahl und defensives Verhalten. Weitere Gefahrenstellen in Form von frischen und älteren Triebschneepaketen liegen vor allem im windbeeinflussten, kammnahen Steilgelände sowie an Übergängen in eingewehte Rinnen und Mulden. Schneebrettlawinen können in solchen Bereichen insbesonder mit grosser Zusatzbelastung - z.B. eine Gruppe ohne Abstände - ausgelöst werden. In tieferen Lagen sind vereinzelt kleine Gleitschneelawinen an steilen Wiesenhängen möglich. Der Aufenthalt unter Gleitschneerissen sollte vermieden werden.

Schneedeckenaufbau

Die Schneedecke konnte sich insgesamt bis in mittlere Lagen weiter setzen und vorallem sonnseitig zunehmend verfestigen. Mit zeitweise mäßigem bis kräftigem Wind aus südlichen Richtungen sind in höheren Kamm- und Passlagen kleinräumig frische Triebschneepolster und Einwehungen entstanden. Solche, und ältere überschneite Einwehungen sind teilweise störanfällig. An steileren, sonnenbeschienenen Hängen ist oft schon eine brüchige Kruste vorhanden, schattseitig und in flachen Hängen sind die obersten Schichten meist gut gesetzt, noch pulvrig und mit Oberflächenreif bedeckt. Der frühe Novemberschnee, welcher vor allem schattseitig vorhanden war, ist meist komplett aufbauend umgewandelt und mit Krusten durchsetzt und stellt ein schwaches Fundament dar.

Tendenz

Der Dienstag bringt einige Wolkenfelder und wird wieder deutlich kälter. Die Folgetage werden wieder sehr sonnig und im Gebirge relativ mild. Die Lawinengefahr ändert sich nicht wesentlich. Abgesehen vom Altschneeproblem in höheren, schattseitigen Steilhängen herrschen recht günstige Tourenverhältnisse. Andreas Pecl

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Quelle: Lawinenwarndienst VorarlbergNutzungshinweis