Warnstufe für Nordalpen:

3

Warnstufe für Nordalpen:

3

Warnstufe für Inneralpine Grasberge:

3

Warnstufe für Inneralpine Grasberge:

3

Warnstufe für Hohe Tauern:

3

Warnstufe für Hohe Tauern:

3

Warnstufe für Niedere Tauern:

3

Warnstufe für Niedere Tauern:

3

Warnstufe für Osterhorngruppe:

2

Warnstufe für Osterhorngruppe:

2

Warnstufe für Nockberge:

1

Warnstufe für Nockberge:

1

  • gering
  • mäßig
  • erheblich
  • groß
  • sehr groß

Für die einzelnen Regionen können besonders kritische Geländeteile grafisch ausgezeichnet werden:

Gefahrenstellen vorwiegend in dunkel markierten Hangrichtungen
>2100m

Die dunkel eingefärbten Hangrichtungen gelten als besonders kritisch. Das linke Beispiel bedeutet folgendes: „Die Gefahrenstellen befinden sich vor allem an den Expositionen West über Nordwest, Nord, Nordost bis Ost oberhalb von etwa 2.100 Metern“.

Wird bei den besonders kritischen Höhenlagen die obere Grenze angegeben, so ist der obere Bereich des Bergsymboles dunkel eingefärbt (typisch bei trockenen Lawinen). Wird die untere Grenze angegeben, so ist der untere Bereich des Bergsymboles dunkel eingefärbt (typisch bei nassen Lawinen). Wird keine Höhenangabe gemacht, so gelten die kritischen Geländeteile für die ganze Höhe, das ganze Bergsymbol ist dunkel eingefärbt.

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Lawinenlagebericht Salzburg

Mittwoch, 22. 02. 00.00 Uhr

Leicht auszulösender Triebschnee in den Hochlagen, darunter Nassschneeproblem

 

Gefahrenbeurteilung

Regen und Schneefall im Nordalpenbereich klingen rasch ab, dann zeitweise sonnig bei auffrischendem Westwind. Bis in mittlere Höhen geringe Kältereserve und Gefahr von nassen Lockerschneelawinen. In den Hochlagen ERHEBLICHE Gefahr durch Triebschnee (NW-N-SO), der auf der kalten, teilweise noch lockeren Unterlage sehr störanfällig ist. In den Hochlagen sind auch spontan kleine und mittlere Schneebrettlawinen möglich. Die Lawinengefahr steigt an und ist spätestens am Nachmittag entlang und nördlich der Tauern verbreitet ERHEBLICH. Nur in den Nockbergen bleibt sie im wesentlichen unverändert und GERING. Die Gefahrenstellen für trockene Schneebretter nehmen mit der Höhe zu, betroffen sind vor allem Rinnen sowie steile Geländeübergänge von der Waldgrenze aufwärts, insbesondere in den nördlichen und östlichen Sektoren (NW-N-SO), im Hochgebirge der Tauern auch in Südhängen. In den am stärksten vom Wind beeinflussten Bereichen der Nordalpen/Osterhorngruppe können Gefahrenstellen auch in sehr steilen Waldlichtungen entstehen (von ca. 1400 m aufwärts). Im extrem steilen schattigen, oft schneearmen und felsdurchsetzten Gelände (insb. Hohe Tauern und westl. Grasberge) ab ca. 2100m können oberlächlich ausgelöste Lawinen auf bodennahe Schichten durchreißen und im Einzelfall auch größere Ausmaße annehmen. Spontane Lawinenaktivität: im Tagesverlauf sind aus stark Triebschnee beladenen Bereichen (speziell am Alpennordrand, bzw. hochalpin) kleine und mittlere Schneebrettlawinen möglich. Unterhalb von 1200 bis 1500 m sind aus noch nicht entladenen Bereichen (steile Waldschneisen) oberflächliche nasse Lockerschneelawinen möglich (Rutsch-kleine Lawine).

Schneedeckenaufbau

Der Frost wurde über Nacht abgeschwächt und in exponierten Kamm- und Gipfelbereichen hat der Wind (W-N) bereits wieder zeitweise verfrachtet. Mit stürmischem Wind (W/NW) und Schneefall wachsen die Einwehungen heute tagsüber von der Waldgrenze aufwärts weiter an. Am stärksten ist der Windeinfluss am Alpennordrand und im Hochgebirge. Der frische und kompaktere Triebschnee überdeckt kälteren, teilweise noch lockeren Schnee bzw. die seit Freitag (ebenfalls durch W-N-Wind) gebildeten Triebschneeschichten und ist leicht störbar. Teilweise bis in mittlere Höhenlagen schwächt Regeneintrag die Schneedecke zumindest oberflächlich. Potenzielle Bruchausbreitungsflächen im Schneedeckenfundament gibt es in den Hochlagen im Nordsektor. Am stärksten ausgeprägt ist dieses Altschneeproblem in den Hohen Tauern und westlichen Grasbergen.

Tendenz

Ausgeprägtes Triebschneeproblem in den Hochlagen. Kurzzeitig verstärkte spontane Lawinenaktivität durch Setzungsimpuls (Erwärmung + Einstrahlung).

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Quelle: Lawinenwarndienst SalzburgNutzungshinweis