Warnstufe für Bregenzerwaldgebirge:

Ab 1800 m: 4

Ansonsten: 3

Warnstufe für Allgäuer Alpen / Hochtannberg:

Ab 1800 m: 4

Ansonsten: 3

Warnstufe für Lechquellengebirge / Arlberg / Lechtaler Alpen:

Ab 1800 m: 4

Ansonsten: 3

Warnstufe für Verwall:

Ab 1800 m: 4

Ansonsten: 3

Warnstufe für Rätikon:

Ab 1800 m: 4

Ansonsten: 3

Warnstufe für Silvretta:

Ab 1800 m: 4

Ansonsten: 3

  • gering
  • mäßig
  • erheblich
  • groß
  • sehr groß

Für die einzelnen Regionen können besonders kritische Geländeteile grafisch ausgezeichnet werden:

Gefahrenstellen vorwiegend in dunkel markierten Hangrichtungen
>2100m

Die dunkel eingefärbten Hangrichtungen gelten als besonders kritisch. Das linke Beispiel bedeutet folgendes: „Die Gefahrenstellen befinden sich vor allem an den Expositionen West über Nordwest, Nord, Nordost bis Ost oberhalb von etwa 2.100 Metern“.

Wird bei den besonders kritischen Höhenlagen die obere Grenze angegeben, so ist der obere Bereich des Bergsymboles dunkel eingefärbt (typisch bei trockenen Lawinen). Wird die untere Grenze angegeben, so ist der untere Bereich des Bergsymboles dunkel eingefärbt (typisch bei nassen Lawinen). Wird keine Höhenangabe gemacht, so gelten die kritischen Geländeteile für die ganze Höhe, das ganze Bergsymbol ist dunkel eingefärbt.

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Lawinenlagebericht Vorarlberg

Dienstag, 15.1., 7.30 Uhr

in höheren Lagen noch verbreitet große Lawinengefahr

 

Gefahrenbeurteilung

Es besteht verbreitet große Lawinengefahr. Gefahrenstellen befinden sich vor allem oberhalb der Waldgrenzen im windbeeinflussten Steilgelände sowie in eingewehten Rinnen und Mulden. Anzahl und Umfang dieser nehmen mit der Seehöhe zu. Vor allem mit Sonneneinstrahlung sind spontane Lockerschnee- und Schneebrettlawinen aus stark eingewehten, sehr steilen Einzugsgebieten zu erwarten. Wenn diese in tiefere Schichten durchbrechen können sie sehr groß werden und exponierte Bereiche gefährden. Aktivitäten abseits gesicherter Bereiche erfordern viel Erfahrung in der Lawinen- und Geländebeurteilung. Einzelne Wintersportler können Lawinen auslösen. Unerfahrene sollten daher gesicherte Pisten nicht verlassen. Unterhalb ca. 2000 m und besonders auch in Bereichen mit Regeneinfluss sind auf sehr steilen Grashängen und Böschungen mittlere und durchaus auch große Gleitschneelawinen möglich.

Schneedecke / Allgemeines

Bis heute früh gab es verbreitet 20 bis 40 cm, in Gargellen und in Mittelberg 50 cm Neuschnee. Vor allem in höheren Lagen wurde dieser mit zeitweise starkem bis stürmischem Wind aus W bis NW umfangreich verfrachtet. Neu- und Triebschnee der vergangenen Tage konnten sich vor allem bis in mittlere Lagen weiter setzen. Die Verfestigung ist jedoch mit zunehmender Seehöhe an den meisten Steilhängen erst schwach. Bis gegen 2000 m wurde eine dünne Eiskruste eingeschneit welche teilweise eine ungünstige Zwischenschicht darstellt. Oft wurde auch Graupel eingelagert. In höheren Lagen waren die obersten Schichten meist meist noch weich und pulvrig. In tieferen Lagen und in Bereichen mit Regeneinfluss vom Montag ist die Schneedecke oft nass. Gestern wurden in allen Regionen zahlreiche, teilwiese sehr grosse und auch aussergewöhnliche Lawinenabgänge beobachtet.

Tendenz

Am Mittwoch mit Zwischenhoch sehr sonnig, leicht föhnig und deutlicher Temperaturanstieg. Mit der Erwärmung wird die Schneedecke vorübergehend geschwächt und die Gefahr steigt nochmals etwas an. Auch für Wintersportler bleibt es abseits der gesicherten Pisten immer noch heikel. Andreas Pecl

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Quelle: Lawinenwarndienst VorarlbergNutzungshinweis