Warnstufe für Steirisches Randgebirge Ost:

Ab Waldgr.: 2

Ansonsten: 1

Warnstufe für Steirisches Randgebirge West:

1

Warnstufe für Nordalpen Ost:

2

Warnstufe für Nordalpen West:

2

Warnstufe für Niedere Tauern Nord:

2

Warnstufe für Niedere Tauern Süd:

Ab Waldgr.: 2

Ansonsten: 1

Warnstufe für Gurk- und Seetaler Alpen:

1

  • gering
  • mäßig
  • erheblich
  • groß
  • sehr groß

Für die einzelnen Regionen können besonders kritische Geländeteile grafisch ausgezeichnet werden:

Gefahrenstellen vorwiegend in dunkel markierten Hangrichtungen
>2100m

Die dunkel eingefärbten Hangrichtungen gelten als besonders kritisch. Das linke Beispiel bedeutet folgendes: „Die Gefahrenstellen befinden sich vor allem an den Expositionen West über Nordwest, Nord, Nordost bis Ost oberhalb von etwa 2.100 Metern“.

Wird bei den besonders kritischen Höhenlagen die obere Grenze angegeben, so ist der obere Bereich des Bergsymboles dunkel eingefärbt (typisch bei trockenen Lawinen). Wird die untere Grenze angegeben, so ist der untere Bereich des Bergsymboles dunkel eingefärbt (typisch bei nassen Lawinen). Wird keine Höhenangabe gemacht, so gelten die kritischen Geländeteile für die ganze Höhe, das ganze Bergsymbol ist dunkel eingefärbt.

?

Lawinenlagebericht Steiermark

Sonntag, 22. 01. 16.02 Uhr

Frischer Triebschnee in den Südsektoren zusätzlich zum Altschneeproblem in den Nordsektoren - mäßige Lawinengefahr

 

Gefahrenbeurteilung

Die Lawinengefahr wird im gesamten Nordstaugebiet, sowie in den Niederen Tauern Süd und dem Steirischen Randgebirge Ost über der Waldgrenze mit mäßig beurteilt. In den übrigen Regionen herrscht geringe Lawinengefahr. Die Anzahl der Gefahrenstellen durch Triebschnee wird sich im Laufe des Tages vergrößern. Einerseits befinden sich in den Nordsektoren noch Triebschneelinsen, die durch den zuletzt herrschenden Südwind verursacht wurden, andererseits bilden sich durch den ab Montagfrüh wehenden Nordwestwind frische Triebschneeablagerungen in den Süd- bis Ostsektoren. Die Triebschneelinsen können überwiegend durch große mitunter aber auch durch geringe Zusatzbelastung gestört werden. In den schattseitigen Hochlagen existiert zusätzlich ein Altschneeproblem, welches besonders in den Übergangsbereichen von wenig zu viel Schnee angesprochen werden kann. Aus sonnseitigen, sehr steilen Hängen lösen sich vermehrt spontane Lockerschneerutsche, die Gleitschneeaktivität bleibt weiterhin relativ hoch.

Schneedeckenaufbau

Der Südwind der letzten Tage hat in den nordseitigen Hängen und Rinnen Triebschneeablagerungen, welche auf älterem Triebschnee und einer Abfolge von Schmelzkrusten und kantigen Kristallen liegen, verursacht. Durch die Winddrehung am Montag auf Nordwest wird der lockere Schnee nun vermehrt in südseitige Hänge und Rinnen, sowie in Bereiche hinter Geländekanten und Kämmen verfrachtet. Dieser frische Triebschnee liegt meist auf einem Harschdeckel, der sich durch die Sonneneinstrahlung am Sonntag gebildet hat, oder schattig auf einer Oberflächenreifschicht. Der ehemalige Pulverschnee ist mittlerweile verbreitet patzig und angefeuchtet. Direkt an der Grenze zum Boden bildet sich durch die Feuchtigkeit vermehrt eine Gleitschicht.

Tendenz

Am Dienstag zieht eine kurze Störung durch, die eine leichte Abkühlung und nicht mehr so einwandfreie Fernsicht bewirkt. Der Wind weht weiter nur schwach und dreht auf Nord. Die Gefahrenstellen in den südlichen Sektoren werden durch neuerlichen Triebschnee verbreiteter, während durch die Abkühlung die Gleitschneeaktivität etwas abnimmt.

Link

Quelle: Lawinenwarndienst SteiermarkNutzungshinweis